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GWAR (USA)
Vor Millionen von Jahren, als Aliens noch in aller Seelenruhe und wie wild durch die Galaxis bretterten, gab es ein paar Weltraumpiraten, die sich selbst Scumdogs Of The Universe nannten. Als die es mit ihrem Chef verschissen hatten, verbannte der sie auf den letzten Dreckhaufen in der Galaxis: unserer Erde. Nachdem die Bande dort erst mal die Dinosaurier gekillt hatten, knatterten sie ein paar prähistorische Affenarten durch und schufen auf diese Weise den Menschen. So nahmen sie sich also der Entwicklung der Menschheitsgeschichte maßgeblich an, ehe sie auf Atlantis eine Megafete zu viel feierten und in der Antarktis zur Strafe schockgefrostet wurden. Ein paar tausend Jahre später stolpert Sleazy P. Martini, ein bekannte Zuhälter, Pornograph und Verantwortlicher bei Capitalist Records über den Sarkophag von GWAR und erweckt die mentalen Einzeller dabei zufällig wieder zu Leben. Aus Mangel an Alternativen nimmt er den Haufen mit nach New York, drückt ihnen Gitarren in die Hand und verkauft sie einfach als seine neueste Rock'n'Roll Entdeckung. So viel zu Legende ... ... wer allerdings eher auf Fakten steht, dem sei zunächst gesagt, dass GWAR eine Abkürzung für God What an Awful Racket steht. (Eigentlich ist GWAR ein Experiment von Studenten der Virginia Commonwealth University in Richmond.) Sozusagen als fleischgewordene Provokation treten sie in extremen, aber detailliert ausgearbeiteten Kostümen und Masken auf. Dabei kokettieren sie mit zum Teil sehr extremen Bühnenshows (literweise Kunstblut und Kunstsperma) und ebenso kranken Texten. Bei den Fans stehen die obskuren Gestalten - die auch gerne mal eine überdimensionale, mechanische Made bei ihren Konzerten zum Einsatz bringen - hoch im Kurs. Und jetzt melden sich GWAR nach längerer Pause mit "Lust In Space" zurück, mit dem die Band zudem ihr 25-jähriges Bandbestehen feiern möchte. Dabei heraus gekommen sind 11 wilde Nummern in altbekannter Mixtur aus Thrash/Heavy Metal, Hardcore, Punk und Shock Rock, die fein abrocken. GWAR besinnen sich schon seit einigen Jahren auf ihre Stärken und rocken auch mit "Lust In Space" zwanglos und bierselig durch den Metalgarten. Dass die Blut-, Sperma- und Urinfetischisten keine Diskussionen über die politische Weltlage führen wollen, ist dem geneigten Hörer bewusst und so bekommt man wieder die volle Breitseite an humoristischer Thrash-Affinität geliefert. "Sobald Lust In Space rauskommt, wird die Welt gezwungen werden in totaler Kapitulation auf die Knie zu gehen", so Sänger Urungus. "Die Veröffentlichung markiert unser 25-Jähriges Auftauen und wir werden eine zweijährige Freudenfeier proklamieren, um dieses Gehirn-Schmelzende Ereignis würdig einzuläuten. Die Idee eine traditionellere einjährige Feier zu veranstalten scheint komplett unangemessen zu sein?das wird länger?und größer! Der neue Scheiß geht einfach total ab!" Wer da mitfeiern will, muss dann natürlich ins MAU kommen. !!! HINWEIS: Bei Konzerten besprühen sie das Publikum mit nachgemachtem Blut, Sperma, Urin, Eiter und anderen Körperflüssigkeiten. Die meisten dieser Flüssigkeiten, die sich leicht wieder herauswaschen lassen, bestehen aus Wasser und Lebensmittelfarbe!!!
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